In die Tiefe gehen – Wir müssen ans “Eingemachte”

Auf dem Bild sind betende Hände zu sehen. Und die Sätze: In die Tiefe gehen - Wir müssen ans "Eingemachte".


In die Tiefe gehen – Wir müssen ans “Eingemachte”

In die Tiefe gehen – Trau dich in die Selbstverbindung

Keiner von uns kommt als unbeschriebenes Blatt auf die Welt.


Wir werden in eine Sippe hineingeboren, die uns passgenau die Voraussetzungen bietet, um unser angehäuftes Karma abzubauen. Wir bringen Hinterlassenschaften mit. Diverse Generationengeschichten bis hin zum Trauma der Weltgeschichte sitzen uns von Anfang an in den Knochen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Manche Menschen werden mit Behinderungen oder Fehlstellungen wie Hüftgelenkdysplasie (bei mir), Sichelfuß oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Es gibt noch unzählige andere. Ich bin sehr davon überzeugt, dass dies nicht zufällig geschieht. Ein mitgebrachtes “Leiden” ist Teil der Aufgabe, die wir jetzt und hier in diesem Leben zu bewältigen haben.

Es ist gut, dass wir einige dieser gesundheitlichen Einschränkungen dahingehend behandeln können, dass damit verbundene Beschwerden gelindert werden. Ich habe im Alter von drei Monaten eine Spreizhose bekommen, die die Nachreifung der Hüftgelenke unterstützt und dazu geführt hat, dass ich eine schmerzfreie Kindheit und Jugend hatte. Ein Teil der Fehlstellung ist jedoch geblieben und wenn ich heute schmerzfrei sein möchte, erfordert das die Bereitschaft, täglich (!) etwas dafür zu tun.

Der Umstand, dass es schmerzhaft wird, wenn ich meiner „Problemzone“ Hüfte/Unterer Rücken nicht genügend Aufmerksamkeit schenke, fordert mich zum Hinspüren auf. Jeden Tag verbringe ich einige Zeit auf der Yogamatte, dehne die Faszien (Liebscher und Bracht sei Dank!), kräftige die Muskulatur, bewege die Gelenke. Wird es dennoch einmal schmerzhaft, reibe ich ein Brennesselblatt über die Hautpartien der entsprechenden Stellen. So entstehen Quaddeln, die Säure und Schlacken aus dem Körper ziehen und die örtliche Durchblutung wird angeregt. Es erfolgt eine Reinigung. Noch ein großes Glas Wasser trinken und alles fühlt sich wieder mehr entlastet an.

Wer sich selbst so intensiv beobachtet, bekommt allmählich ein Gespür für das Zusammenspiel von Trauma, Körper und Heilung. Somatik nennt man dieses Zusammenspiel auch. Hier geht es nicht um das Analysieren und Kategorisieren von Beschwerden, sondern um das (extrem heilsame) Spüren.

Wir spüren in immer tiefere Schichten. Und genau da müssen wir hinkommen, wenn wir mehr wollen als nur Schmerzen zu bekämpfen. Wir müssen ans „Eingemachte“, ans „Im-Körper-Eingelagerte“. Und damit sind nicht nur “mitgebrachte” Leiden gemeint, sondern auch alles das, was wir in diesem Leben (meist durch frühe Traumatisierung und unbewusstes Handeln) erworben haben.

Im Laufe unseres Lebens spielen wir unser Spiel in der Welt und nichts von dem, was wir tun, sagen oder sogar denken, bleibt ohne kosmische Reaktion. Aktion und Re-Aktion! Bei über 8 Milliarden Menschen plus Tieren und anderen Lebewesen kannst du dir vorstellen, dass da ein reges Durcheinander herrscht.

Leider ist es so, dass wir bereits von Kindesbeinen an gelernt haben, dass Symptome und Krankheit Dinge sind, die wir bekämpfen, mindestens aber behandeln müssen.

Eine Krankheit angemessen zu behandeln bedeutet für mich, den Körper darin zu unterstützen, dass er in die Lage kommt, mithilfe der eigenen Selbstheilungskräfte wieder in seine Balance zu kommen. Es gibt deutlich weniger Fälle, in denen harte Geschütze aufgefahren werden müssen, als uns suggeriert wird.

Wir brauchen ein neues Verständnis von Krankheit und Heilung. Wir brauchen ein neues Verständnis für unseren Körper. Es ist so wichtig, sich für den eigenen Körper zu interessieren. Was braucht er, um seine unzähligen Funktionen ausführen und aufrecht erhalten zu können? Was sabotiert diese Funktionen? Viele Beschwerden im Alter kommen nicht plötzlich. Sie haben ihre Ursache meist in jahrelanger Missachtung der eigenen Bedürfnisse und Verdrängung jeglicher Warnhinweise. Diese viel zu lange übersehenen Warnhinweise erreichen irgendwann eine Art Siedepunkt. Spätestens ab dann können wir sie nicht länger ignorieren.

Macht der Körper Probleme, so ist unsere antrainierte Bewegung, aus der Körperverbindung heraus zu gehen. Schmerzen werden mit Spritzen oder Schmerztabletten bekämpft. Damit verlieren sie ihre Fähigkeit, uns auf ein bestehendes Problem, möglicherweise auf eingelagerte Altlasten, aufmerksam zu machen. Dieses bestehende Problem ist aber deswegen nicht weg. Wir verlagern dessen Regulation lediglich auf einen späteren Zeitpunkt. Keine gute Idee!

Die Eigenverantwortung, auf die wir eigentlich so großen Wert legen, wird allzu oft an der Garderobe der Arztpraxen abgelegt.

Die mangelnde Bereitschaft, für den eigenen Körper die Verantwortung zu übernehmen, ihn präventiv gesund zu erhalten, uneingeschränkt zu lieben und mit ihm einen wirklichen „Bund fürs Leben“ einzugehen verteuert nicht nur unser Gesundheitswesen, sondern verstärkt die Spaltung, in der wir leben. Dabei hast du auf deine Gesunderhaltung mehr Einfluss als du denkst.

An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass es selbstverständlich sein sollte, sich bei Beschwerden, die die eigene Kompetenz überschreiten, die Hilfe einer ÄrztIn, TherapeutIn oder HeilpraktikerIn zu holen. Für grob fahrlässig halte ich allerdings den Umstand, sich komplett aus der Selbstverantwortung zu nehmen. Es gibt niemanden, auch keine ÄrztIn oder TherapeutIn, die deinen Körper besser kennt, als du selbst.

Leider unterschätzen wir alle, auch Ärztinnen und Ärzte, die enormen Selbstheilungskräfte, die uns innewohnen. Dabei ist es gar nicht so schwer, diese Kräfte zu unterstützen. Wir dürfen uns einfach einmal vergegenwärtigen, dass unser Körper grundsätzlich aus sich selbst heraus nach Gesundheit strebt. Täte er das nicht, wäre die menschliche Rasse längst nicht mehr da. Darum sollten wir IN die Körperverbindung gehen, wenn der Körper Störungen meldet und nicht aus ihr heraus. Hineinspüren bringt uns weiter. Warum lehren Ärzte uns nicht präventiv einen heilsamen Umgang mit unserem Körper? Und warum reagieren sie oft angefressen, wenn wir uns gegen eine bestimmte Behandlung entscheiden? Und warum spielen sie gerne mit unserer Angst?

Möglicherweise spiegelt das deren eigene Unsicherheit.

Dein Körper arbeitet FÜR dich, nicht GEGEN dich. Mache dir das immer wieder bewusst.

Das kann er aber nur in dem Maße tun, wie wir endlich aufhören, ihn nach Kräften zu schwächen. Unser Auto „ernähren“ wir mit dem für diese Marke passenden Treibstoff. Dann läuft es. Bei uns selbst legen wir deutlich weniger bis keinen Wert auf die Rohstoffe, die wir dem Körper für seine Funktionstüchtigkeit zur Verfügung stellen. Mit einer sorgfältigen Auswahl deiner Nahrungsmittel hast du bereits ein hochwirksames Tool zur Gesunderhaltung deines Körpers in der Hand.

Aber es ist nicht nur das Essen.

Mindestens genauso wichtig ist unsere täglich gelebte Zufriedenheit. Tust du das, was du üblicherweise tust, gerne? Macht dir dein All-Tagesablauf Freude? Zumindest an den meisten Tagen? Gibt es Menschen in deinem Leben, die ein warmes Bauchgefühl in dir auslösen, wenn du an sie denkst? Für all das hast du Sorge zu tragen. Niemand sonst ist dafür verantwortlich. Wenn da noch zu viel im Argen liegt, dann fange heute an, erste Schritte in eine neue Richtung zu gehen. Du musst dich selbst dabei nicht überfordern. Ein winziger Schritt reicht. Für heute.

Wenn du Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne oder buche einfach ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Ich wünsche dir heute einen friedlichen Kontakt zu deinem Körper, Schmerzfreiheit und mindestens eine köstlich-gesunde nahrhafte Mahlzeit, die deinen Körper mit allen Rohstoffen versorgt, die er braucht, um für dich sein Bestes zu geben.

In diesem Sinne

Alles Liebe …

Deine Daniela

Und wenn dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich, wenn du ihn teilst. Die Herbstzeitrosen-Post kannst du hier abonnieren.

Schreibe einen Kommentar