
Spürst du das auch? – Die Welt wird “gotthaltiger”
Spürst du das auch? – Unsere Welt wird „gotthaltiger“
Vor einigen Wochen habe ich irgendwo diesen Satz gelesen: „Die Welt wird gotthaltiger.“ Er hat mich nachdenklich gemacht und er hat mich einmal genauer hinschauen lassen.
Ist das wirklich so?
Wenn ich mir unser Weltgeschehen einmal genauer anschaue, sehe ich überall kriegerische Auseinandersetzungen, (ver-)hungernde Menschen, Umwelt- und Klimakrise, realitätsferne Politiker, eine große, stellenweise sogar zunehmende Frauenfeindlichkeit, DeepFakes und vieles mehr, was doch eigentlich das Gegenteil beweist.
Oder?
Ist diese Welt noch zu retten?
Aber auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht, dass diese Welt noch zu retten ist, so erkenne ich immer mehr Menschen, die etwas anderes möchten. Menschen, die mit weniger (Konsum) zufrieden sind oder welche, die sich für diejenigen stark machen, die gerade unterdrückt sind und keine Stimme haben. Ich sehe mutige Frauen, die ihr Leben für die Befreiung und Gleichstellung ihrer Geschlechtsgenossinnen riskieren. Männer, die ihre eigene wachsende Bewusstheit immer mehr erkennen. Ich sehe UmweltaktivistInnen, denen der Fortbestand dieses Planeten auch über ihr eigenes Dasein hinaus am Herzen liegt.
Und was ich bei alldem ebenso wahrnehme ist: Hier wirkt das Größere. Das Höhere.
Spürst du das auch? Dieses Höhere scheint durch immer mehr Menschen wirksam zu sein. Wenn du von etwas Höherem gehalten bist und vor allem, wenn du weißt, dass du von etwas Größerem gehalten bist, hast du die Freiheit, in der Welt anders zu agieren. Du triffst andere Entscheidungen. Du bist nicht mehr die Marionette oder das Opfer einer maroden Politik. Wenn du die Wirksamkeit des Höheren am eigenen Leib erfährst, geht es nicht mehr darum, das Ego zu bedienen. Dann hörst du deinem Gegenüber zu, um zuzuhören, und nicht, um besonders klug zu antworten. Wenn das Höhere, welches ich jetzt hier Gott nennen möchte, sich in Begegnungen zwischen Menschen ausdrückt, entsteht echte Intimität. Ich erlebe immer mehr Menschen, die ein großes, ein weises Wissen im Herzen tragen, von dem aus sie handeln. Diese Menschen tun uns allen so gut. Sie tun der Erde gut. Von ihnen geht wirklicher Frieden aus.
Spürst du das auch? – Das weise Wissen
Woher kommt dieses weise Wissen? Es ist nicht aus Büchern gelernt, es ist nicht bei Instagram oder Facebook erworben. Dieses Wissen, welches ich auch intuitives Wissen nennen möchte, fließt. Es ist also da! Es strömt uns zu und – sofern wir es lassen – durch uns hindurch in die Welt. Ebendieses intuitive Wissen kommt, und so sehe und erlebe ich es bei mir, von Gott. Vom Höheren. Vom Kosmos. Nenne es, wie du willst.
Wenn du dich im Inneren berühren lässt, wenn du dich aufrichtig in das Einssein mit Gott hineinlehnst, weißt du, was zu tun ist. Oder nicht zu tun. Es ist tatsächlich so einfach: Mit einem Mal weißt du, dass du nichts verlierst, wenn du anderen den Vortritt lässt. Du spürst, wann du einfach mal die Klappe halten darfst. Die Stille wirken zu lassen, ist plötzlich zu einem kraftvollen Tool geworden. Außerdem verabschiedet sich die Angst, im lauten Getöse der Welt ein Nobody zu sein ebenso, wie die Angst, du könntest bei dem, was du tust, Fehler machen. Du kennst deinen Wert als Menschen und brauchst nicht mehr permanente Bestätigung durch Andere dafür. Was für eine Freiheit.
Spürst du das auch?
Gerade für uns Coaches wäre es angesagt, uns selbst nicht immer so wichtig zu nehmen. In diesem Genre gibt es MarktschreierInnen, die das Gefühl vermitteln, dass die Welt untergehen würde, wenn sie ihre Produkte nicht mit entsprechenden Workflows täglich tausendfach sichtbar machen. Ein bisschen weniger Ego-Lärm täte uns allen gut.
Unterhalte dich einmal mit einem Kind
Wenn du dich selbst durchlässig hältst für das Göttliche, wirst du merken, welche Freude es beispielsweise macht, sich mit einem Kind zu unterhalten. Du wirst erkennen, dass es Bereiche im Leben gibt, in denen die Kinder dir voraus sind. Wir sind zwar an Jahren älter, jedoch nicht zwingend an Weisheit reicher. Es wird Zeit, dass wir den Druck von unseren Kindern nehmen. Sie haben etwas anderes verdient. Ich erlebe – Gott sei Dank – immer mehr Eltern, die ihre Kinder ernst nehmen und deren Stimme angemessen gewichten. Ich sehe Eltern, die die Zuwendung zu ihren Kindern nicht von deren schulischen Leistungen abhängig machen. So sollte es sein.
Es wird Zeit, dass wir uns die karmischen Zusammenhänge mehr bewusst machen. Karma ist nichts anderes als das Zusammenspiel von Aktion und Re-Aktion. Dieses Zusammenspiel ist nicht auf eine Lebensspanne begrenzt. Wenn wir diese Gesetzmäßigkeiten endlich ernst nehmen, fällt es leichter, das eigene Kreuz zu tragen. Dann hören Neid, Hass oder Rachegedanken ganz von alleine auf. Jede/r bekommt haargenau die Aufgaben zugeteilt, die noch offen sind.
Wenn ich aufhöre, meine Lebenssituation mit deiner zu vergleichen, schafft das Frieden. Innerlich wie äußerlich. Dann kann ich mich um die Angelegenheiten kümmern, die ich in dieser Welt, in diesem Leben zu erledigen habe, anstatt immer mit einem Auge darauf zu schielen, dass ich nicht schlechter abschneide als du.
Die Welt wird gotthaltiger.
Schluss mit religiösen Alleinstellungsmerkmalen…
Wenn wir menschengemachte, religiöse Alleinstellungsmerkmale, sowie Macht- und Besitzansprüche an den „richtigen“ Gott immer mehr loslassen können, wird die Welt gotthaltiger. Ich erkenne, dass dies schon vielerorts geschieht. Es wird nicht lärmend in die Welt herausposaunt, sondern findet vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen statt. Von dort aus darf es die Gesellschaft sanft, aber wahrhaftig durchwirken.
Um Gott selbst zu erleben, macht es Sinn, den lärmenden Geist im Inneren immer wieder zur Ruhe zu bringen. Was findest du in dir, wenn du still wirst? Schaffst du es, den großen Aufruhr zu befrieden?
Und was fühlst du bei Worten wie „Barmherzigkeit“, „Erbarmen“ oder „Gnade“? Was bedeuten für dich Sätze wie “Wie schön, dass du da bist” oder „Nimm es an – Ich schenke es dir“?
Ich sehe immer mehr Menschen, die darin keine Befriedigung mehr sehen, die kreative Schöpferkraft, die am Ende sowieso alle Ketten sprengt, kontrollieren oder gar zerstören zu wollen. Wir alle tun gut daran, diese Kräfte (im besten Sinne) demütig zu bestaunen und uns selbst als Teil dieser Kreativkraft zu erkennen. Wie entstehen aus ihr und in sie kehren wir zurück.
Eine Schlagzeile der letzten Woche hat mich ebenfalls darauf hingewiesen, dass neue Denkmuster in unseren Köpfen entstehen. Und nicht nur in unseren Köpfen. Auch im Handeln spiegelt es sich – Gott sei Dank – wider. In der finnischen Hauptstadt Helsinki gab es ein ganzes Jahr lang keine Verkehrstoten. Nicht ein einziger Mensch ist dort durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Es wurde eine Verkehrspolitik ausprobiert, die die Verkehrssicherheit von Kindern, Fahrradfahrern und Fußgängern in den Mittelpunkt stellt. Die langsamsten und Schwächsten werden mit diesen Maßnahmen aktiv geschützt. Das Errgebnis deses Versuchs macht Hoffnung. Quelle.
Die Welt wird gotthaltiger. Spürst du das auch? Wenn ja, woran merkst du, dass die Welt gotthaltiger wird? Schreibe es gerne in die Kommentare.
In diesem Sinne
Alles Liebe …
Deine Daniela
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Vielleicht gotthaltiger, aber nicht kirchlicher, was die Institutionen anbelangt. Ich denke, daß in jedem ein Gottesanteil vorhanden ist.
Absolut! Es kann kein Leben ohne einen Gottesanteil geben. Und der braucht nicht zwingend eine Kirche…