Wir werden erst dann die Fülle des Lebens begreifen, wenn wir es gelernt haben, das Sterben und den Tod auszuhalten und zu erleben. Jeder und jede einzelne von uns.
Das Leben ist.
Wir können es weder kontrollieren, noch es nach unseren Bedürfnissen zurechtbiegen.
Aber wir dürfen uns vom Leben treiben lassen. Oder besser gesagt: es sein Spiel mit uns treiben lassen, in dem festen Vertrauen, dass das Leben es gut mit uns meint.
Tod und Auferstehung.
In unserer Gesellschaft findet das Sterben immer noch in erster Linie hinter verschlossenen Türen, auf Kinoleinwänden oder in den Nachrichten statt.
Und solange die Auferstehung eine Frage des Glaubens ist, wird die Angst vor dem Tod stets das Heft in der Hand behalten.
Das große Bedauern.
Manchmal kommt es wie aus dem Nichts. Gerade war noch alles gut und jetzt spüre ich die vertraute Last, die sich auf meine Seele legt.
Was hat es diesmal ausgelöst?
Ein bestimmter Geruch? Ein Bild? Eine Musik?
Auf meine Weise.
Wie alle Menschen trägst auch du deine individuelle Geschichte wie einen Fingerabdruck mit dir.
Und wie kann ich etwas auf meine Weise machen, wenn ich gar nicht weiß, was meine Weise ist?
Oft kommt es anders als du denkst. Wenn uns das Leben dazwischen funkt.
Wir bilden uns ein, dass wir unser Leben „im Griff“ hätten. Das funktioniert allerdings nur so lange, wie die unvorhergesehenen Einschübe des Lebens sich immer noch einigermaßen in unseren kopfgesteuerten Alltag integrieren lassen und unsere Emotionen nicht zu stark belasten.
Ich hätte es gerne etwas anders. Oft sind es Kleinigkeiten, die uns in einen Zustand der Unzufriedenheit bringen.
Ich weiß ganz genau, dass mich die Haltung, es immer ein bisschen anderes haben zu wollen, als es ist, auf Dauer unzufrieden macht.
Zu Menschen werden.
Über die Frage, was uns zu Menschen macht, haben sich Philosophen, Gelehrte und überhaupt die meisten Menschen schon viele Gedanken gemacht.
Das Dilemma unseres Menschseins ist doch, dass etwas Unbegrenztes für einen übersichtlichen Zeitraum in etwas Begrenztes eingeschlossen wird...
Herzoffen - Öffne dein Herz. Klingt schön, oder? Aber was bedeutet das? Und wie soll das gehen? Mein Herz öffnen.
Sein Herz zu öffnen ist eine Gegenbewegung zum „Dicht machen“, zum „Stur sein“. Sein Herz zu öffnen ist das Gegenteil davon, sein Herz zu verschließen.
Sterben und Leben
Wir werden erst dann die Fülle des Lebens begreifen, wenn wir es gelernt haben, den Tod auszuhalten und zu erleben.
Die Angst vor dem Tod ist der Stachel, der nahezu unser gesamtes Handeln bestimmt.
Meine Spiritualität oder meine Religiosität.
Je älter wir werden umso intensiver klopfen Fragen nach unserer spirituellen oder religiösen Ausrichtung bei uns an. Das liegt in der Natur der Dinge.
Warum stellen wir uns mit sechzig oder siebzig diesbezüglich andere Fragen als mit dreißig?
Warum erst jetzt?
Stellst du dir die Frage „Warum erst jetzt?“ auch manchmal?
Die Frage „Warum erst jetzt?“ ist ein Konstrukt des Verstandes und dafür prädestiniert, einer wertvollen Erkenntnis ihren Zauber zu nehmen. Lies im Artikel, warum das so ist...