Über mich hinauswachsen

Auf dem Bibld befinden sich Berge, ein Zweig und der Satz Über mich hinauswachsen.


Über lange Strecken des Lebens wurschteln wir uns so durch. Da ist die Schule, die nicht für jede(n) ein Ort der Freude ist.
Das Herkunfts- Zuhause übrigens auch nicht. Vielleicht haben die Eltern sich mit großem Getöse getrennt oder der tägliche Alkoholkonsum eines Elternteils hat zu viel von dir gefordert.
Sicher, es gab auch gute Zeiten.

Wie war es bei dir?

Hast du studiert oder vielleicht eine Ausbildung gemacht? Eine Familie gegründet?


Wie ist deine Lebenssituation heute? Hast du es geschafft, Träume zu verwirklichen. Haben sie gehalten, was sie versprochen hatten? Bist du gescheitert? Bist du glücklich? Hast du Wege gefunden, dich in der Unübersichtlichkeit der Welt zurechtzufinden?

Wenn es zäh ist oder wenn dir das Zurechtfinden nicht reicht, dann stelle dir ein paar Fragen, und suche in deiner Tiefe nach ehrlichen Antworten.

Möchtest du mehr, als dich bloß zurechtzufinden? Was wäre, wenn du nach den Sternen greifen würdest? Was, wenn du, obwohl es dir häufig ausgeredet wurde, groß denken willst? Damit meine ich nicht zwingend finanziell groß (darf aber selbstverständlich auch sein), sondern eher Lebens-groß. Was wäre, wenn du etwas verändern, etwas Besonderes schaffen möchtest? Lösen diese Fragen ein Sehnen in dir aus? Schließe einmal kurz die Augen. Spürst du irgendeinen Lockruf? Fühle hin. Ist da etwas, was unbedingt in die Welt getragen möchte? Durch dich? Etwas Großes? Etwas, was vielleicht schon lange in dir geschlummert hat?

Was denkst du? Kannst du es aus eigener Kraft schaffen, über dich hinauszuwachsen?

Ich konnte es nicht! Nicht aus meinem kleinen Ich heraus.
Trotzdem habe ich es hinbekommen!
Heute weiß ich, dass es geht. Was hat mir also geholfen, es zu schaffen?
Eine kleine Faustregel besagt:

Wenn ich über mich hinauswachsen möchte, so brauche ich die Verbindung zu etwas, das über mich hinausweist. Etwas, das größer ist als mein kleines Ich.

Etwas, oder ich könnte auch sagen Jemanden, der Zutrauen zu mir hat und mich wachsen lässt. Nein, ich meine nicht den Partner oder die Partnerin. Er/Sie wäre damit wohl ziemlich überfordert. Wer oder was ist gemeint?
Wir können jetzt über Begrifflichkeiten diskutieren. Ich finde allerdings, dass das nicht zielführend ist.

  • Gott
  • die Natur
  • das Sein
  • Engel
  • Kosmos/ Universum
  • das Leben selbst

Wir alle bringen diesbezüglich unterschiedliche Erfahrungen mit. Ich kenne deine Erfahrungen mit dem Göttlichen nicht. Ich behaupte allerdings, dass wir, wenn wir es ernst meinen, nichts wirklich Bedeutendes ohne die große Kraft schaffen können, die uns die Richtung weist. Wir finden sie tief in uns. Diese Zugkraft ist unser individuelles Navigationssystem. Lerne, diesem inneren Kompass zu folgen, dem Prozess zu vertrauen. Suchen wir ausschließlich im Außen, so bleiben wir abhängig vom Wohlwollen und dem Urteil anderer Menschen.

Vor einigen Jahren keimte der Wunsch in mir auf, ein Buch zu schreiben. Kurz zuvor hatte mich ein Buchverlag per e-mail angeschrieben und gefragt, ob ich vielleicht Lust hätte, ein Buch zu publizieren.
1. Gedanke: Ich? Meinen die mich? Das kann ich doch gar nicht.
2. Gedanke: Oder?
3. Gedanke: Was würde passieren, wenn ich es doch versuche?
4. Gedanke: Lust hätte ich schon!
So in etwa.
Das war die Initialzündung.
Prompt meldete sich der Verstand, um mir all die Hürden aufzuzählen, die viel zu gewaltig für mich sind, um sie überwinden zu können.
Zu der Zeit meditierte ich schon regelmäßig.
Und dieses Mal war das Sehnen danach, es wenigstens zu versuchen, stärker als die (Gegen-) Argumente der Vernunft.
Der tiefe Wunsch, ein Buch zu schreiben, begleitet mich als eine Art Saatkorn tief in mir, schon seit meiner Kindheit. Endlich war er stärker als die Zweifel und Vorbehalte, die mir allzu bekannt sind.
Ich sage es lieber gleich: Wenn ich zu Beginn haarklein gewusst hätte, welche Hürden, Geduldsproben und Stolpersteine auf mich zukommen würden, hätte ich es vermutlich nicht begonnen. Mein kleines Ich hätte, etwas traurig vielleicht, zu wissen geglaubt, dass das Projekt eine Nummer zu groß für mich sein würde.
Doch es kam anders.

Was ist stattdessen passiert?

Als der Wunsch stärker wurde, habe ich ihm zunächst ein paar Tage nachgespürt, ohne den üblichen „Warnhinweisen“ allzuviel Bedeutung beizumessen. Nur diesem Sehnen folgend, welches sich immer deutlicher herausbildete. Nach wenigen Tagen war klar, welche Art Buch es sein sollte und dass ich mir jemand ganz Bestimmten als Co-Autoren wünschte: Meinen Meditationslehrer.
Die vorlauten Zweifel meldeten sich augenblicklich: „Das macht der nie und nimmer!“ oder „Der ist viel zu beschäftigt!“ Fast hätte ich ihnen geglaubt.
Tief in mir spürte ich den Lockruf jedoch immer deutlicher. Ich wollte so gerne! Was hatte ich zu verlieren?

Und – ganz wichtig! – ich spürte die Unterstützung des Höheren.

So habe ich allen Mut zusammen genommen (ich hatte ja tatsächlich Sorge, dass er ablehnen könnte) und meinen Meditationslehrer gefragt, ob er an dem Projekt mitarbeiten wollte. Nach einer kurzen Zeit des Zögerns war er bereit, es zu versuchen. Und so ging es los. Der nächste Schritt entwickelte sich. Wir trafen uns zum ersten Interview. Dann begann ich zu schreiben. So ging es Schritt für Schritt weiter. Es wurde ein echtes Herzensprojekt. Das Ergebnis findest du in meinen Publikationen. Die Resonanz der Leser:innen, die wir bekommen, ist überwältigend.
So wurde der Weg zum fertigen Buch für mich zu einem Weg des inneren Wachstums. Ich trage nun das Wissen um die vielfältigen Möglichkeiten als eine Art Referenz mit mir. Das bedeutet, dass ich mich auch an weitere große Projekte trauen kann.

Was ist es bei dir? Gibt es etwas, was du immer schon tun oder ausprobieren wolltest, dich aber nie getraut hast? Oder haben andere es dir ausgeredet? Schiebe es nicht länger auf.

Ein paar sehr klare Lektionen haben sich auf meinem Weg herauskristallisiert, die ich dir auf jeden Fall mitteilen möchte, da sie auf jedes größere Projekt anwendbar sind:

  • Jeder lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Ups, wieder eine Binsenweisheit. Was bedeutet das aber konkret? Ganz einfach: Höre auf, das komplette Projekt überblicken zu wollen. Du musst das Ergebnis jetzt nicht kennen.
  • Breche alles auf den allerersten Schritt herunter. Was ist der erste Schritt, der zu tun ist, um mit deinem Projekt zu starten?
  • Absolviere in deinem Tempo genau diesen ersten Schritt.
  • Lass dir Zeit! Gerade am Anfang brauchst du Zeit zum Spüren. Nur so kann dein inneres Navigationssystem dich führen. Nimm dir immer wieder zwischendurch stille Zeiten für dich. Du bist getragen! Dein Projekt, sofern es aus einem tiefen Herzenswunsch heraus entsteht, findet alle Unterstützung, die es braucht.
  • Bleibe am Ball! Gut ist, wenn du eine(n) Mentor(in) findest, die/der mit dir einzelne Schritte reflektiert. Schaue dazu gerne auch in meinen Angeboten nach, ob etwas Passendes für dich dabei ist.

Lass dich nicht von anderen entmutigen. Einige Menschen um dich herum sprechen vermutlich von ihren eigenen Zweifeln und Bedenken aus, die dich nicht weiterführen können. Umgib dich mit Menschen, die dich konstruktiv unterstützen. Hab Vertrauen ins Leben. Es möchte dich in deiner individuellen, und die Welt in ihrer kollektiven Evolution wachsen lassen. Das ist ein Naturgesetz. Nutze es!

Herzliche Grüße, deine Daniela

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